Alte Musikinstrumente – die Okarina

chinese-42557_640Ein sehr altes Musikinstrument, das hauptsächliche in der Volksmusik eingesetzt wird, ist die Okarina. Der Begriff kommt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich „kleine Gans“ 😉 Es ist eine Art Flöte mit einem dicken Bauch, was man auch Gefäßflöte oder Kugelflöte nennt. Okarinas bestehen in der Regel aus gebrannten und glasiertem Ton, luftgetrocknetem Ton, Porzellan, Holz oder auch aus einer Kalebasse. Es gibt sie aber auch aus Kunststoff oder auch Metall.

Flöte mit Bauch

Der Name bedeutet wie erwähnt, etwa „Gänschen“, das Instrument wird – wie eine normale Flöte auch – mit beiden Händen gespielt und hat je nach Modell vier bis zwölf Löcher, es gab sie auch in verschiedensten Tierformen, eben alles, was bauchig ist wie z. B. Schildkröten oder Vögel. Die afrikanische Version dieser Gefäßflöten bestehen aus einer kleinen Kalebasse.

Im Allgemeinen wird angenommen, dass die Okarinas, seit über 12.000 Jahren existieren, man fand sie in vielen alten Hochkulturen wie den Maya, Inka und Azteken. Dort hatten sie – wie erwähnt – meist die Form von Vögeln oder anderen Tieren.

Die „Inka-/ Peruanische Okarina“ wird aber heutzutage meist nur noch als Souvenir an Touristen verkauft und ist nicht wirklich als Musikinstrument zu gebrauchen, da oft schlecht oder gar nicht gestimmt und eben als Souvenir und nicht zum Gebrauch gedacht.

Weiterentwicklung eines traditionsreichen Instruments

Um 1850 herum entwickelte der italienische Tonbrenner Giuseppe Donati aus Budrio die heute noch vorherrschende 10-Loch-Okarina mit einem Tonumfang von eineinhalb Oktaven. Auf der Basis dieser von Donati entwickelten 10-Loch Okarina entwickelte Takashi Aketagawa um 1928 die erste 12-Loch Okarina. 40 Jahre später verbesserte der Instrumentenbauer Josef Plaschke aus Südtirol zusammen mit dem Volksmusikanten Franz Kofler eine weitere Form der Okarina, welche seither in der deutschen und österreichischen Volksmusik verwendet wird.

Auch heute noch gibt es Okarina-Hersteller, die danach trachten, das traditionsreiche Instrument immer weiter zu verbessern.



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