Das Jodeln in der Volksmusik

Viele denken bei der Erwähnung des Begriffs Volksmusik oder volkstümlicher Musik quasi sofort ans Jodeln. Die einen hassen es, die anderen lieben es. Jodeln ist – fachlich gesprochen – Singen ohne Text auf Lautsilben bei häufigem schnellen Wechsel zwischen Brust- und Falsettstimme, was man auch Registerwechsel nennt.

Ursprünge des Jodelns

bavaria-205730_640Offensichtlich braucht es Berge um zu Jodeln, das heißt, es gibt in so ziemlich allen gebirgigen und unwegsamen Regionen der großen weiten Welt ähnlich geartete Techniken, um Entfernungen akustisch zu überwinden. Das Jodeln als Kommunikationsform ist bei den afrikanischen Pygmäen, bei den Inuit, im Kaukasus, in Melanesien, in Palästina, China, Thailand und Kambodscha, Spanien und auch in Schweden, Polen oder der Slowakei und an weiteren bergigen Regionen der Welt bekannt. Mit Jodeln verständigten sich Hirten beispielsweise mit Waldarbeiter und Köhler. Außerdem wurde damit, ähnlich wie beim Kuhreigen, das Vieh mit einem Jodler herbei gelockt. Lesen Sie weiter

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Die Steirische Harmonika in der Volksmusik

harmonica-740687_640(2)Es gibt einige urtümliche Instrumente in der Volksmusik, neben dem sogenannten Hackbrett als Form der Zither, das Alpenhorn oder die Maultrommel gibt es auch die Steirische Harmonika, auch Steirische genannt – was also keine Bewohnerin, der Steiermark ist.

Viele Namen meinen dasselbe

Die Steirische Harmonika wird auch „Knöpferlharmonika“ genannt, hat Ähnlichkeit mit der Harmonika, klingt aber deutlich anders. Der Name „Knöpferlharmonika“ leitet sich natürlich von den vielen Knöpfen ab, die sich an dem Musikinstrument befinden. Man nannte sie aber über die Jahrzehnte auch Zugorgel, Zugin, Wanzenpress, Ziach, Ziachharmonie, Harmonie oder eben die „Steirische“.

Was ist das Besondere an der steirischen Harmonika?

Sie stellt gewisse Anforderungen an den Musiker, optisch sind es ja zwei Quadrate, die mit einem Balg verbunden sind. Häufig sind diese Steirischen schön verziert und tragen Einlegearbeiten und Beschläge, der Trageriemen ist mit Alpen-Blumen bestickt – naja, und viele Knöpfe eben. Diese geben beim Musizieren Klappergeräusche ab, die sich unter die Töne mischen. Lesen Sie weiter

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Volksmusik und das Alphorn

alphorn-537705_640Das Alphorn ist vielleicht nicht das erste Instrument, welches einem in Zusammenhang mit Volksmusik oder volkstümlicher Musik einfällt, aber es ist – wie einige weitere der urtümlichen Instrumente, zum Beispiel Steirische Harmonika, Maultrommel oder Zither – ein musikalisch sehr prägnantes Instrument. Das Alphorn ist, obwohl es meistens aus Holz gefertigt wird, ein Blechblasinstrument.

Es verfügt, ganz anders als die Steirische Harmonika, die viele Knöpfe besitzt – weder über Knöpfe, Klappen, Züge oder Ventile und ist daher ganz puristisch auf die Naturtonreihe beschränkt. Die Hörweite eines Alphorns beträgt je nach Landschaft 5 bis 10 km. Ähnlich geartete Instrumente wie lange Holztrompeten gibt es in vielen weiteren Kulturen und Ländern ebenfalls, als Beispiel wären aufzuzählen: Tibet, die Pyrenäen oder die Karpaten. Wir kennen es am ehesten aus dem Schweizer Raum.

Seit wann gibt es das Alphorn

Im 16, Jahrhundert wird erstmals von einem Kloster ein Alphorn erwähnt. Im 18. Jahrhundert verlor das Alphorn rapide an Bedeutung und genoss sogar einen schlechten Ruf als Bettelhorn. Doch das Zeitalter der Romantik und die Touristen brachten im 19. Jahrhundert die Folklore und auch das Musizieren mit volkstümlichen Instrumenten wie dem Alphorn zum Erblühen. Lesen Sie weiter

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Wie findet Volksmusik ihren Nachwuchs?

Volksmusik und Volkstümliche Musik ist ja nicht unbedingt so populär wie Pop und Schlager, je nach Land und Region versteht sich. Aber da ja hier und da zu lesen ist, dass dieser Teil der Musikbranche nach Verjüngung schreit, wie man an der kürzlich erlebten Umbenennung und dem Moderatorenwechsel der ehemaligen Sendung „Musikantenstadl“ sehen kann, fragt sich der eine oder die andere vielleicht: Warum gibt es eigentlich kein „Deutschland sucht den Superstar der Volksmusik“?

Talentsuche für Nachwuchskünstler im Bereich der Volksmusik

music-726962_640Nun, dank der Unterscheidung zwischen Volksmusik und Volkstümlicher Musik wird es ja schon gleich mal etwas komplizierter als unbedingt nötig. Solche Ausscheidungs-Veranstaltungen wollen finanziert werden, entweder mittels Fördergeldern oder weil die Veranstaltung ein kommerzieller Erfolg werden soll.

Aber schauen wir mal, nach ein bisschen Suche wird man fündig und kann sagen, es gab da Versuche wie zum Beispiel 2007, als in Frankfurt in einem Hotel das erste von insgesamt sechzehn bundesweit geplanten Castings stattfand. Damals konnten sich Musiker/innen, Sänger/innen, Bands in den Sparten Volksmusik, Schlager, Alpenrock und Deutscher Country bewerben. Aber irgendwie verschwand diese Casting-Show auch sang- und klanglos wieder und die Veranstaltung wurde in der Zeitung auch eher verrissen. Lesen Sie weiter

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Ein Mann, ein Instrument – ein Erfolg

vintage-1113172_640Im 19. Jahrhundert wurde Johann Petzmayer in Zistersdorf geboren, er wuchs in Wien und erlernte zuerst das Spiel auf der Violine, dann, mit 16 Jahren spielte er auch auf der Zither. Auf der zweiten „Deutschlandtournee“ Johann Petzmayers 1836/37 begab es sich, dass ihn der bayerische Herzog Max hörte und darauf als Privatlehrer anstellte. 1838 veröffentlichte Nikolaus Weigel aus Giesing bei München ein Lehrbuch für die Zither.

Ebenfalls 1838 begleitete Petzmayer Herzog Max auf einer Orientreise über Italien und Griechenland. Die Biedermeier-Zeit ergab, dass die Liebe zum Folkloristischen ein Hoch der Zither in Mitteleuropa begünstigte, es wurde zum bürgerlichen Saloninstrument als „das Klavier des kleinen Mannes“ und wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert Instrumente in hohen Stückzahlen hergestellt und weltweit erfolgreich exportiert. Lesen Sie weiter

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Der Tonumfang einer Okarina

Es gibt Spezialokarina mit 3 Oktaven Tonumfang und über 30 Löcher, Okarina mit 2 Oktaven Tonumfang, über 20 Löcher, Okarina mit 12-Loch-System, 10-Loch-System, 8-Loch-System, 7-Loch-System, 4-Loch-System … Vereinfacht lässt sich sagen, je weniger Löcher, desto einfacher zu spielen, aber entsprechend geringer auch der Tonumfang.

Die Okarina in Film und Literatur

In dem Kriegsfilm-Klassiker „Stalag 17“ von 1953 erscheint ein Okarina spielender Gefangener, in dem Titelsong des Films „Zwei glorreiche Halunken“ werden Okarinas eingesetzt. Tapion bekannt aus Dragonball Z spielt im Film „Drachenfaust“ auf einer Okarina und bei „Monty Pythons „Der Sinn des Lebens“ spielt ebenfalls ein Schüler eine Okarina. Auch in diversen Konsolenspielen taucht die Okarina auf, beispielsweise in der Reihe „The Legend of Zelda“. Lesen Sie weiter

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Alte Musikinstrumente – die Okarina

chinese-42557_640Ein sehr altes Musikinstrument, das hauptsächliche in der Volksmusik eingesetzt wird, ist die Okarina. Der Begriff kommt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich „kleine Gans“ 😉 Es ist eine Art Flöte mit einem dicken Bauch, was man auch Gefäßflöte oder Kugelflöte nennt. Okarinas bestehen in der Regel aus gebrannten und glasiertem Ton, luftgetrocknetem Ton, Porzellan, Holz oder auch aus einer Kalebasse. Es gibt sie aber auch aus Kunststoff oder auch Metall.

Flöte mit Bauch

Der Name bedeutet wie erwähnt, etwa „Gänschen“, das Instrument wird – wie eine normale Flöte auch – mit beiden Händen gespielt und hat je nach Modell vier bis zwölf Löcher, es gab sie auch in verschiedensten Tierformen, eben alles, was bauchig ist wie z. B. Schildkröten oder Vögel. Die afrikanische Version dieser Gefäßflöten bestehen aus einer kleinen Kalebasse. Lesen Sie weiter

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